Bundespräsident gedachte der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 beim Staatsgründungsdenkmal im Schweizergarten.
Bundespräsident Alexander van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andres Babler gedachten der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945.
Bei strömendem Regen hat die Staatsspitze am Freitag im Schweizergarten vor dem Staatsgründungsdenkmal der Wiedererrichtung der Republik Österreich im Jahr 1945 gedacht. Begleitet wurden Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andreas Babler von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Staatssekretär Josef Schellhorn.
Ebenfalls angetreten war das Gardebataillon des Bundesheeres, um die Zeremonie mit einem militärischen Festakt zu umrahmen. Auch einige Schaulustige hatten sich unter Regenschirmen hinter den Absperrungen versammelt, um dem Gedenken beizuwohnen. Nach Erklingen der Bundeshymne und dem Abschreiten der Front wurde die Flagge gehisst. Anschließend gab die Gardemusik noch die Europahymne zum Besten.
An diesem Ort der Erinnerung an die Wiedererstehung der Republik im Jahr 1945 – beim Staatsgründungsdenkmal im Schweizergarten – setzen wir heute gemeinsam ein Zeichen für den Erhalt und das Weiterbestehen der liberalen Demokratie. pic.twitter.com/rKQW9wS8QL
— Alexander Van der Bellen (@vanderbellen) April 25, 2025
Unabhängigkeitserklärung am 27. April 1945
Noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Kapitulation der deutschen Wehrmacht wurde die "Proklamation über die Selbstständigkeit Österreichs" am 27. April 1945 von den Gründungsparteien der Zweiten Republik - SPÖ, ÖVP und KPÖ - unterzeichnet. Der Sozialdemokrat Karl Renner wurde daraufhin der erste Kanzler nach dem Krieg. Das 1966 errichtete Denkmal im Schweizergarten soll sowohl an die Gründung der Republik 1918 als auch an ihre Wiedererrichtung 1945 erinnern.