Gespräche zum Ausbau der bilateralen Beziehungen nach fünf Jahrzehnten der Zusammenarbeit.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat seinen vietnamesischen Amtskollegen Vo Van Thuong in der Wiener Hofburg empfangen. Im Zentrum des Gesprächs stand ein weiterer Ausbau der bilateralen Beziehungen beider Länder, deren Aufnahme sich im Vorjahr zum 50. Mal gejährt hatte. Auch über den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine habe man natürlich gesprochen, sagte Alexander Van der Bellen. Hier gebe es "unterschiedliche Zugänge", aber dennoch gemeinsame Interessen.
Österreich und Vietnam blicken zurück auf fünf Jahrzehnte, in denen sich die bilateralen Beziehungen sehr gut entwickelt haben.
Der Bundespräsident betonte, dass die bisherige Zusammenarbeit "weit über wirtschaftliche Themen hinausgegangen" sei und auch Klima- und Umweltagenden umfasse. Vietnam sei zudem Österreichs wichtigester Handelspartner in der ASEAN-Region, das bilaterale Handelsvolumen habe 2023 mit 1,7 Milliarden Euro jüngst außerdem einen neuen Höchstwert erreicht. Vietnam bezeichnete der Bundespräsident als eine dynamische, offene Volkswirtschaft und einen "attraktiven Standort für österreichische Unternehmen".
<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Um unter anderem die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen, werden zwischen unseren beiden Ländern verschiedene Kooperationsabkommen erarbeitet. Es gibt erhebliches Potenzial, das wir in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen möchten. (vdb)</p>— A. Van der Bellen (@vanderbellen) <a href="https://twitter.com/vanderbellen/status/1683447212070563841?ref_src=twsrc%5Etfw">July 24, 2023</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
"Ich hoffe, dass mein Besuch in Österreich neue Impulse wecken wird und die Beziehungen beider Länder noch stärker werden", sagte Vo Van Thuong , der eine engere Zusammenarbeit mit Österreich in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport forderte. Österreich bezeichnete das Staatsoberhaupt des südostasiatischen Landes als "sehr wichtigen Handelspartner".
Für den seit März 2023 amtierenden Präsidenten, Thuong, war es der erste Besuch in einem Land der Europäischen Union in seiner Amtszeit.
Im Hinblick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und Chinas Ambitionen im Indopazifik betonte Bundespräsident Van der Bellen, wie wichtig es sei, "die Beziehungen und Gesprächskanäle zu unseren Partnern auszubauen und zu vertiefen". Auch über den russischen Überfall auf die Ukraine habe man gesprochen. Hier gebe es "unterschiedliche Zugänge, aber ein gemeinsames Interesse an der Eindämmung hegemonialer Bestrebungen". Beide Staaten hätten außerdem ein starkes Interesse an einer lebendigen, regelbasierten internationalen Ordnung mit einer Stärkung des multilateralen Systems.
Präsident Thuong sagte , dass die Sozialistische Republik Vietnam ein "gutes und aktives Mitglied der internationalen Gemeinschaft" sein wolle. "Wir wollen alle Konflikte friedlich lösen, auf Basis der UNO Charta".