Gespräch mit Papst Leo XIV. (Copyright: Vatican Media)

Bundespräsident im Vatikan: Gespräch mit Papst Leo XIV.

Alexander Van der Bellen: »Die Stimme des Papstes hat großes Gewicht. Sie kann Gegengewicht sein zu Hass und Diskriminierung, zu Krieg und Gewalt.«

Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist zusammen mit einer österreichischen Delegation von Papst Leo XIV. empfangen worden. Das Treffen sei freundschaftlich gewesen und habe länger als erwartet gedauert, berichtete Alexander Van der Bellen am Ende des Treffens mit dem Heiligen Vater. 


Im Fokus des Gesprächs stand auch die Situation im Nahen Osten, im Iran und in den arabischen Golfländern, sowie der Ukraine-Krieg. "Leo XIV. ist ein Mensch des Friedens. Er tritt mit voller Überzeugung für die Werte des Neuen Testaments ein. Er verkündet Hoffnung und Zuversicht und versucht, die christliche Botschaft den künftigen Generationen näher zu bringen", erklärte Bundespräsident Van der Bellen, der nach dem Treffen mit dem Papst auch den vatikanischen Außenminister Richard Gallagher und Staatssekretär Pietro Parolin traf. Dabei wurde ebenfalls über die internationale Lage diskutiert. "Wir wissen nicht wie es nach den jüngsten Angriffen weitergeht. Hoffen wir, dass alle Streitparteien verstehen, dass man auf diese Art nur selten zum Erfolg gelangt", so Bundespräsident Van der Bellen.

Papst zeigte großes Interesse für Lage in Österreich

Der Papst habe während des Vier-Augen-Gesprächs großes Interesse für die Lage in Österreich gezeigt. “Österreich stößt auf großes Interesse im Vatikan. So habe ich den Papst nach Österreich eingeladen”, sagte Alexander Van der Bellen nach dem gemeinsamen Gespräch.

Der Besuch beim Papst fand im Rahmen eines zweitägigen Rom-Aufenthalts des Bundespräsidenten statt. Am Mittwoch hatte Alexander Van der Bellen den italienischen Staatspräsident Sergio Mattarella im Quirinal getroffen. Mit Amtskollegen Mattarella eröffnete Bundepräsident Van der Bellen am Mittwochabend die Ausstellung im Palazzo Cipolla unter dem Titel "Von Wien nach Rom. Meisterwerke der Habsburger aus dem Kunsthistorischen Museum". Dabei werden erstmals in Italien mehr als 50 Meisterwerke aus den Sammlungen des KHM präsentiert. Die Auswahl bietet einen Überblick über vier Jahrhunderte europäischer Malerei und ist bis zum 5. Juli offen.