Bundespräsident Van der Bellen: »Die Integration in die Europäische Union ist der bestmögliche Garant für Stabilität und Wohlstand.«
Bundespräsident Alexander Van der Bellen besucht von Dienstag bis Donnerstag erstmals Bosnien und Herzegowina offiziell.
"Die Europäische Union ist für viele in Bosnien-Herzegowina ein Sehnsuchtsort - ein Auftrag an die Politikerinnen und Politiker, ihr Land vorwärts zu bringen. Die EU kann für sie starker Partner sein. Österreich unterstützt diesen Weg", sagte Alexander Van der Bellen vor seinem Besuch.
Nach der offiziellen Begrüßung mit militärischen Ehren beim Staatspräsidium in in Sarajevo versicherte Bundespräsident Van der Bellen die nachdrückliche Unterstützung Österreichs bei der EU-Integration des Westbalkanlandes. Er forderte die Mitglieder des Staatspräsidiums auf, "alles zu tun, damit die dafür nötigen letzten Reformen endlich umgesetzt werden".
"Kompromisse zu schließen, Einigung zu erzielen, das ist immer schwierig. In allen Ländern. Aber es ist notwendig", sagte Alexander Van der Bellen bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Vorsitzenden des Staatspräsidiums Denis Bećirović. Allein für die vielen jungen Bosnierinnen und Bosnier, die sich in dem Land ihre Zukunft aufbauen wollten und dieses Land vorwärts bringen möchten, sei dies notwendig.
In my talks with the Presidency of Bosnia and Herzegovina, I emphasized a priority for Austria:
— Alexander Van der Bellen (@vanderbellen) April 14, 2026
As close partners, we share the goal of bringing Bosnia and Herzegovina ever closer to the EU – for the benefit of its citizens and the region. 1️⃣ pic.twitter.com/1htuZYhyfC
Bundespräsident Alexander Van der Bellen betonte, dass Österreich "mit wenigen Ländern geschichtlich, kulturell, wirtschaftlich und menschlich so eng verbunden" sei wie mit Bosnien und Herzegowina. Mehr als 170.000 Menschen mit sogenannten bosnischen Wurzeln leben in Österreich. Allein an den österreichischen Universitäten gebe es mehr als 3.000 Studierende mit der Staatsbürgerschaft Bosnien und Herzegowinas. Österreich sei zweitgrößter Auslandsinvestor: Über 200 österreichische Unternehmen schafften mehr als 8.000 Arbeitsplätze in dem Land. Und Österreich sei mit derzeit 110 Soldatinnen und Soldaten ein verlässlicher Truppensteller bei der Friedenstruppe EUFOR Althea. 2027 werde Österreich auch wieder den Kommandanten dort stellen.
Er freue sich "besonders", in Sarajevo sein zu können, sagte Bundespräsident Van der Bellen: "Zwölf Jahre ist der letzte Besuch eines österreichischen Staatsoberhauptes her."