Bundespräsident besuchte Wiener Complexity Science Hub

Bundespräsident Van der Bellen will Planungssicherheit für Wissenschaft

Bundespräsident besuchte Wiener Complexity Science Hub.


 Angesichts der Verwerfungen in Folge der Coronakrise wünscht sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen auch für Forschungsinstitutionen "stabile planbare Voraussetzungen, was die Finanzen betrifft". Das erklärte das Staatsoberhaupt am Dienstag am Rande eines Besuchs am Complexity Science Hub (CSH) Vienna. Wie wichtig Wissenschaft und Forschung in Krisenzeiten ist, habe sich deutlich gezeigt.

Zum Glück sei es Österreich gelungen, die Covid-19-Ansteckungskurve "flach zu halten", so  Alexander Van der Bellen. Dass keine Überlastung des Gesundheitssystems eingetreten ist, sei u.a. auch der Arbeit von zahlreichen Wissenschaftern zu verdanken: "Damit die Politik so entscheiden kann, braucht es auch Institutionen wie dieses Complexity Science Hub."

Dass dieses auf den relativ neuen Bereich der Komplexitätsforschung spezialisierte Institut in Wien entstanden ist, sei "erstaunlich", sagte das Staatsoberhaupt. Es brauche überzeugende Personen und starke Netzwerke, damit so eine Gründung in einem innovativen, datengetriebenen Forschungsfeld auch gelingt. Nach der Gründungsphase stelle sich nun die Frage, "wie man das dauerhaft auf bessere finanzielle und organisatorische Beine stellt." In "Einzelfällen" wie dem Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg (NÖ) sei das mit langfristigen Budgetpfaden auch in Österreich gut gelungen, "auch bei den Universitäten ist einiges besser geworden", so Bundespräsident Van der Bellen.

Bei neuen Instituten wie dem CSH sei immer noch viel Überzeugungsarbeit hinsichtlich der "Notwendigkeit einer neuen Entwicklung" gefragt. "Die Komplexitätsforschung in dieser Form ist tatsächlich etwas Neues", so der Bundespräsident.

 

Bundespräsident besuchte Wiener Complexity Science Hub 16. Juni 2020

Fotos: Peter Lechner/HBF