Alexander Van der Bellen feiert 100 Jahre Burgenland im Schloss Esterhazy.
Im Schloss Esterhazy hat am Sonntag der offizielle Festakt anlässlich "100 Jahre Burgenland" stattgefunden - aufgrund der Corona-Pandemie mit zweijähriger Verspätung. Unter den Gratulanten war Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sich vom guten Zusammenleben der Volksgruppen beeindruckt zeigte: "Das ist alles nicht selbstverständlich." Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bedankte sich in seiner Ansprache bei vorigen Generationen für ihre Aufbauarbeit.
100 Jahre #Burgenland
— A. Van der Bellen (@vanderbellen) June 18, 2023
Gemeinsam mit den Burgenländer:innen feiere ich heute die Tradition des Miteinanders und Füreinanders, die pannonische Vielfalt und jeden Menschen, jeden Ort, jede Erinnerung, jede Geschichte, die diese Heimat zu etwas Besonderem machen. (vdb) pic.twitter.com/ZnxWAaeLey
Es habe Jahrzehnte gedauert, bis aus dem armen ein relativ wohlhabendes Burgenland geworden sei, so Alexander Van der Bellen. Während in der Vergangenheit zahlreiche Menschen aus dem Burgenland ausgewandert sind, erlebe man heute das Gegenteil, und auch der gebürtige Tiroler meinte: "Ich fühle mich im Burgenland sehr wohl, auch ohne Dreitausender." Die Burgenländer seien immer hilfsbereit gewesen, wenn es darauf ankam, verwies er etwa auf die Zeit nach dem Ungarn-Aufstand 1956 oder jene nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Mit dem EU-Beitritt begann überhaupt eine Zeit der Modernisierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs und, so meinte er humorvoll: "Wenn man sonst nichts gut findet an der EU", so hätten sich die Ziel-1-Förderungen ausgezahlt, aber: "Förderungen muss man auch intelligent nutzen, und das ist Ihr Verdienst."
Beeindruckt zeigte sich der Bundespräsident vom Zusammenleben der Volksgruppen - es sei schön zu sehen, wie sich die Menschen in verschiedenen Sprachen miteinander unterhalten. Dem Burgenland wünschte er "alles Gute zum Geburtstag und für die nächsten 100 Jahre".