Fest der Freude 2018 Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Rudolf Gelbard

Ein wachsamer Mahner vor Antisemitismus und Intoleranz

Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum Tod Rudolf Gelbard: »Mit seiner Offenheit und Menschlichkeit hat er tausende junge Menschen sensibilisiert.«

„Mit Rudolf Gelbard verliert Österreich einen wichtigen Zeitzeugen der Shoah, einen wachsamen Mahner vor Antisemitismus und Intoleranz sowie einen engagierten Kämpfer für Demokratie, Humanismus und Rechtsstaatlichkeit“, zeigt sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen tief betroffen vom Tod Gelbards.

Über viele Jahre hindurch hat Gelbard seine Erlebnisse als Überlebender des KZ Theresienstadt an Schulen vermittelt und tausende junge Menschen dadurch politisch sensibilisiert. „Seine Offenheit und Menschlichkeit haben dazu beigetragen, dass seine Stimme Gehör und seine Worte Gewicht fanden“, betont Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Unvergessen wird Gelbard auch als Mitwirkender am Wiener Burgtheater bleiben, wo er als einer der „letzten Zeugen“ zu neuer Wachsamkeit mahnte.

„In diesem Moment eines so schmerzlichen Verlustes ist es unsere gemeinsame Verpflichtung, das Erbe dieses großen Österreichers zu bewahren. Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden“, so der Bundespräsident.