Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Mittwoch die für die Rechte von Menschen mit Behinderung kämpfende Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2017, Yetnebersh Nigussie, zu einem Gespräch in der Wiener Hofburg empfangen. Gemeinsam riefen sie die österreichische Bundesregierung und andere Akteure dazu auf, Behinderte in der Entwicklungszusammenarbeit verstärkt zu berücksichtigen.
Wie die Hilfsorganisation Licht für die Welt, für die die Äthiopierin Nigussie als Expertin tätig ist, in einer Aussendung mitteilte, pochten die beiden auch darauf, dass niemand von der Bildung ausgeschlossen werden dürfe. "In Entwicklungsländern gehen rund 32 Millionen Kinder mit Behinderung nicht zur Schule. (...) Bisher wurde der Finanzierung von inklusiver Bildung nicht annähernd genügend Aufmerksamkeit geschenkt", stellte Nigussie fest. Der Bundespräsident sagte demnach: "Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Inklusive Bildung trägt in Entwicklungsländern zur Armutsbekämpfung und Zukunftschancen für Menschen mit Behinderung bei."