Sub auspiciis-Promotion von Harald Amberger an der WU Wien

Mit dem Kärntner Harald Amberger hat erstmals seit langer Zeit wieder ein Student an der Wirtschaftsuniversität Wien ein volles Studium »sub auspiciis praesidentis« absolviert.

Mit dem Kärntner Harald Amberger (29) hat erstmals seit langer Zeit wieder ein Student an der Wirtschaftsuniversität (WU) ein volles Studium "sub auspiciis praesidentis" absolviert. Der Wolfsberger nahm am Mittwoch den damit verbundenen Ehrenring von Bundespräsident Alexander Van der Bellen entgegen.

Voraussetzung für eine "Promotio sub auspiciis praesidentis rei publicae" ist ein Abschluss aller Oberstufenjahrgänge einer Höheren Schule mit Vorzug, die Ablegung der Matura mit Auszeichnung, ein Studienabschluss, in dem alle Bereiche der Bachelor- und Masterprüfungen sowie die Masterarbeit mit "Sehr gut" beurteilt werden, und der ausgezeichnete Abschluss des Rigorosums und der Dissertation. Das hat an der WU alleine seit Vorliegen digitaler Aufzeichnungen noch niemand geschafft - seit Beginn des Jahrtausends wurden außerdem lediglich zwei Sub-Auspiciis-Promotionen von Studenten verzeichnet, die ihr Grundstudium zuvor an anderen Hochschulen absolviert hatten.

Amberger beendete dabei sein Bachelorstudium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der WU sogar in Mindestzeit. Im Anschluss daran absolvierte er dort das Masterstudium Finanzwirtschaft und Rechnungswesen, an das er das PhD-Studium International Business Taxation an der WU und der University of Iowa anhängte.

In seiner kumulativen Dissertation "The effect of taxes on corporate decisions" beschäftigte er sich mit der Wirkung von Steuern auf ausgewählte betriebliche Entscheidungen. So konnte er etwa anhand eines Laborexperimentes zeigen, dass steuerliche Entscheidungen sich primär an nominellen Steuersätzen orientieren, während Änderungen an der steuerlichen Bemessungsgrundlage nur unzureichend ins Entscheidungskalkül einfließen, hieß es in einer Aussendung. Seit Mai 2015 ist Amberger als Gastforscher bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt zugelassen.

Quelle: APA