Bundespräsident Van der Bellen: »Es wäre schön, wenn langfristiges Planen belohnt werden würde«.
Die schwierige Finanzierungslage der Städte und die Möglichkeiten der Kommunen zur Aufgabenbewältigung prägten bei der Generalversammlung des 75. Österreichischen Städtetags im obersteirischen Leoben die Diskussionen. Bis Freitag tagen in der Montanstadt rund 1.200 Delegierte, Bürgermeister und Stadtregierungsmitglieder. Leobens Bürgermeister Kurt Wallner nannte etwa das Konzept "Ankerstadt", in dem mit einem Maßnahmenmix Abwanderung gebremst werden soll.
3⃣ Denn wissen Sie: Wenn Sie etwas ändern wollen, sind Sie damit nicht allein. Die Österreicherinnen und Österreicher und alle Menschen, die hier leben, sind in Wirklichkeit ganz auf Ihrer Seite. (vdb) pic.twitter.com/1prmYeX0wO
— Alexander Van der Bellen (@vanderbellen) June 10, 2026
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ging in seiner Eröffnungsrede im Auditorium der Montanuniversität von einer Analyse der unsicheren Weltlage - Stichworte Ukrainekrieg, Iran-Krise - zu den Erfordernissen im kleinen Österreich über. Ein Weiter wie bisher gehe sich nicht mehr aus, aber dem stehe wohl ein in Österreich altbekannter Spruch gegenüber: Reformiert dürfe schon werden, aber verändern dürfe sich nichts, sagte Alexander Van der Bellen. Doch in Zeiten knapper Budgets müsse es Reformen geben, müssten Kompetenzen neu geregelt werden, denn vielleicht gelinge ja Besseres. Strategische Entscheidungen müssten über Zeiträume bis zu 30 Jahre hinweg gedacht werden, über Umfragen und Wahlen hinaus. "Es wäre schön, wenn langfristiges Planen belohnt werden würde", so der Bundespräsident. Denn er sei überzeugt, man sei nicht alleine, wenn man etwas verändern wolle, die überwiegende Mehrheit der Menschen in Österreich ginge mit.