Alexander Van der Bellen beim Festakt anlässlich 80. Jahre Südtirol-Autonomie in Meran.
Der 80. Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrags ist am Samstag mit einem Festakt mit den Staatsoberhäuptern Alexander Van der Bellen und Sergio Mattarella im Meraner Kurhaus gefeiert worden. Gemeinsam mit Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerten der österreichische Bundespräsident und Italiens Staatspräsident an die Entwicklung der Südtirol-Autonomie.
Südtirol ist ein besonderes Stück Europa. Eines, das Italien und Österreich verbindet.
— Alexander Van der Bellen (@vanderbellen) September 5, 2026
Gemeinsam begehen wir heute in Meran den 80. Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrags am 5. September 1946. 1️⃣ pic.twitter.com/97c7HF62UK
Bundespräsident Van der Bellen: Südtirol verbindet Staaten
Alexander Van der Bellen stellte die Entwicklung Südtirols in einen europäischen Zusammenhang. "Südtirol ist ein besonderes Stück Europa, eines, das Italien und Österreich nicht trennt, sondern verbindet", sagte der Bundespräsident. Die Zusammenarbeit ist in der Vergangenheit "tragischerweise" nicht immer "gewaltfrei" verlaufen, habe sich schließlich grundlegend verändert und ist nun "wirklich europäisch".
Südtirol ist "von einem Streitobjekt zwischen Italien und Österreich zu einem einigenden Band zwischen unseren Völkern geworden", erklärte Alexander Van der Bellen. Dazu haben neben politischen Vertretern auch die Südtirolerinnen und Südtiroler aller Sprachgruppen beigetragen, indem sie trotz Spannungen am friedlichen Zusammenleben festgehalten haben.
Südtirol ist eine Erfolgsgeschichte, ein Sinnbild für ein geeintes Europa.
Bundespräsident Van der Bellen hob auch die Rolle internationaler Organisationen hervor. Die Vereinten Nationen hätten einen wichtigen Beitrag zur Südtirol-Frage geleistet. "Wer heutzutage den Mehrwert internationaler Organisationen in Zweifel zieht, dem empfehle ich einen Blick in die Geschichte Südtirols", so der Bundespräsident. Österreich werde auch im Rahmen seiner bevorstehenden Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat für internationalen Schutz und Multilateralismus eintreten.