Alexander Van der Bellen gratuliert dem erfolgreichsten Paralympischen Team Österreichs in der Hofburg.
Liebe Präsidentin des Paralympischen Komitees,
liebe Mitglieder des Präsidiums,
liebe Gäste, aber vor allem: Liebe Sportlerinnen und Sportler, herzlich willkommen zurück!
Ich freue mich sehr, Sie kennen zu lernen!
Es waren turbulente Wochen! Neu zusammengewürfelte Teams, nervenaufreibende Wettkämpfe, Sekunden des Bangens und Zitterns.
Und das ist mein Fazit nur vom Zuschauen!
Willkommen zurück in Österreich!
— Alexander Van der Bellen (@vanderbellen) March 19, 2026
Unser Paralympic-Team Österreich hat mit unglaublichem Einsatz und Leidenschaft begeistert – 13 Medaillen und die erfolgreichsten Winter-Paralympics seit zwanzig Jahren! 1️⃣ pic.twitter.com/AZPeJBuWnc
Man merkt, dass in so großen Wettbewerben wie den Paralympics viele, viele kleine Teile zusammenspielen:
Jede tägliche Trainingseinheit, jede Ernährungswahl, jedes persönliche Ritual trägt zum Gesamtergebnis bei. Auch welche Guides Sie begleiten, welche Familienmitglieder Sie anfeuern, wieviel Schlaf Sie bekommen.
Hinzu kommt selbstverständlich alles, was Sie im Vorfeld geleistet haben – abseits von Kameras, abseits von roten Teppichen und Podien:
Intensive mentale Vorbereitung. Tests mit unterschiedlichem Equipment, bis die perfekte Adjustierung gefunden ist. Trainings im Regen, Trainings im Nebel, Trainings mit Schnupfen, Trainings, die einem auch nachts nicht aus dem Kopf gehen.
Und dann kommen auch noch die Bedingungen am Tag des Bewerbs hinzu. Ihre eigene körperliche Verfassung, wenn es losgeht. Aber auch, ob das Wetter mitspielt, wie die Pisten präpariert sind.
In den letzten Wochen haben all diese einzelnen Faktoren für Sie zusammengespielt.
Ihre harte Arbeit, Ihr Durchhaltevermögen, Ihre starken Nerven, Ihre Leidenschaft für den Sport – all das hat Sie dahin hingebracht, wo Sie jetzt sind.
Bundespräsident Alexander trifft das Paralympische Team in der Hofburg (Foto: Peter Lechner/HBF).
Sie sind mit insgesamt 13 Medaillen zurückgekommen: sieben Goldene, zwei Silberne und vier in Bronze – das sind die erfolgreichsten Winter-Paralympics seit zwanzig Jahren!
Sie können wirklich stolz sein auf sich und das, was Sie geleistet haben.
Ihr Erfolg ist das Ergebnis Ihrer harten und disziplinierten Arbeit. Aber zumindest eine kleine Scheibe Ihres Erfolgs gebührt auch dem starken Team, das hinter Ihnen steht: Trainerinnen, Guides, Physiotherapeuten, Familien, Freunde.
Wenn man sich so einen Zieleinlauf angesehen hat, hat man eines gemerkt: Viele Familien und Freunde sind höchstpersönlich angereist, um Sie anzufeuern, um Ihnen zuzujubeln.
Italien ist wirklich einen Katzensprung entfernt! Das ist fast schon ein kleiner Heimvorteil!
Die Paralympischen Spiele spielen eine wichtige Rolle für Inklusion. Sie machen Menschen mit Behinderungen sichtbar, lassen uns über menschliche Leistungsfähigkeit staunen. Und über Mut.
Sie zeigen uns wahre Vorbilder, zu denen wir aufschauen.
Ihre Geschichten, liebe Sportlerinnen und Sportler, motivieren viele Menschen, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Wo auch immer diese liegen.
Wir müssen aber auch gut darauf achten, was nach den Wettkämpfen passiert: Echte Wertschätzung bedeutet, flächendeckend Strukturen für eine inklusive Gesellschaft zu schaffen.
Eine barrierefreie Infrastruktur, Weiterbildungsprogramme, gelebte Diversität, die für Einzelne auch in ihrem Alltag einen Unterschied macht.
Der Politik kann ich nur ans Herz legen: Lassen wir die Paralympischen Spiele nachhallen.
Lassen wir aus dem großen Event eine große Bewegung werden. Eine Welt ohne Barrieren zu schaffen, das ist ein Auftrag, eine Aufgabe für uns alle. Allen voran für die Politik.
Und Aufgaben kann man lösen, wenn man sich ihrer annimmt. Ob es jetzt um Mobilität, Bildung, Arbeit oder Sport geht – oder um andere Bereiche des Lebens.
Liebe Sportlerinnen und Sportler,
lassen Sie mich abschließend sagen: Jede und jeder von Ihnen war – und ist weiterhin – Teil von etwas Großem.
Sie alle haben gewonnen, egal ob Sie nun eine Medaille geholt, eine persönliche Bestleistung erzielt oder eine neue Bekanntschaft in Italien geschlossen haben.
Sie alle können stolz auf sich sein. Ich jedenfalls bin es! Vielen Dank.