Anna Cäcilia begleitet Bundespräsident als Musikbotschafterin Österreichs ins Reich der Mitte

Mozarts Kindergeige aus dem 18. Jahrhundert reist mit nach China. Die siebenjährige Anna Cäcilia Pföß wird beim Staatsbankett vor Staatspräsident Xi Jinping Werke von Mozart spielen.

Die erst siebenjährige Anna Cäcilia Pföß wird die Delegation von Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach China begleiten. Sie wird mit Mozarts Kindergeige beim Staatsbankett vor Xi Jinping, dem Staatspräsidenten Chinas, auftreten und Werke von Mozart sowie eine österreichische und chinesische Volksweise spielen. „Anna Cäcilia wird uns als Musikbotschafterin ins Reich der Mitte begleiten und damit Österreich als Kulturland repräsentieren. Sie wird das sicher ganz ausgezeichnet machen“, sagte der Bundespräsident nach dem heutigen Treffen in der Hofburg kurz vor der Abreise nach China, bei dem Anna Cäcilia auch ein Stück zum Besten gab.

Am Klavier begleitet wird sie dabei vom Präsidenten der Stiftung Mozarteum, Johannes Honsig-Erlenburg. Die Idee zu diesem Auftritt kam von der Stiftung Mozarteum.

Mit Anna Cäcilia reisen auch ihre Mutter sowie die Direktorin der Mozartmuseen der Stiftung Mozarteum, Gabriele Ramsauer, und Geschäftsführer Tobias Debuch ins Reich der Mitte. Sie haben heute Anna Cäcilia auch in die Hofburg begleitet. - Die Frau von Staatspräsident Xi Jinping ist übrigens selbst Sopranistin und China ist generell sehr interessiert an klassischer Musik. 

Anna Cäcilia Pföß stammt aus einer sehr musikalischen Familie, ihre Eltern sind beide Musikpädagogen, sie ist die Jüngste von drei Kindern. Das Mädchen spielt seit 2014 Geige, zudem noch Ziehharmonika und Gitarre. Sie ist mehrfache Preisträgerin von Prima la musica-Wettbewerben. Bühnenerfahrung hat Anna Cäcilia auch beim Salzburger Hirtenadvent als Hirtenkind gesammelt. Neben der Musik – die Siebenjährige liebt Mozart – gehören noch Reiten, Lesen und Autos zu ihren Leidenschaften. 

Mozarts Kindergeige stammt vom Salzburger Hof-, Lauten- und Geigenbauer Andreas Ferdinand Mayr (1693-1764). Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde das Instrument in den Vierzigerjahren des 18. Jahrhunderts gebaut, die Größe liegt zwischen einer Viertel- und Halbgeige. Bis 1820 besaß Mozarts Schwester Maria Anna (Nannerl) das kostbare Instrument, sie verkaufte es dann an Leopold Trestl in Neumarkt am Wallersee. 1829 veräußerte er die Kindergeige an den Volkschullehrer Adalbert Lenk. Dieser verkaufte 1877 die Geige an den Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom, Ludwig Johann Graf Paar. Am 5. Februar 1896 übergab sein Sohn das Instrument der Stiftung Mozarteum Salzburg. Die Kindergeige ist in Mozarts Geburtshaus ausgestellt.

Quelle: PRK/Mozarteum