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"Unsere einzige Option ist es, durch Kooperation zu handeln"

06.07.2018 | Presseaussendungen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfängt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Rahmen des traditionellen Arbeitstreffens des Kollegiums der Europäischen Kommission zu Beginn der österreichischen Ratspräsidentschaft

Vor dem Hintergrund der nationalen Alleingänge von EU-Staaten hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen eine Lanze für deren Zusammenarbeit gebrochen. "Unsere einzige Option ist es, durch Kooperation zu handeln und die Antwort kann nur starker Multilateralismus sein", twitterte Van der Bellen anlässlich des Besuchs der EU-Kommission in Wien.

"Das ist genau das, wofür die Europäische Union steht, da sie selbst ein europäisches Friedensprojekt ist, errichtet auf genau diesem Prinzip", betonte der Bundespräsident nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in der Hofburg. "Es freut mich, Sie in Wien zu empfangen", schrieb Van der Bellen.

Es gebe "zahlreiche Fragen", mit denen die EU derzeit konfrontiert sei. "Aber im Wesentlichen geht es um die Frage, welche Art der Europäischen Union wir wollen", betonte der Bundespräsident, der sich in der Vergangenheit als Befürworter einer engeren Kooperation der EU-Staaten gezeigt hat. "Kühne Schritte sind nötig, um die EU weiterzubringen." Gerade angesichts der derzeitigen internationalen Lage sei die Relevanz der EU "unbestritten".

Jean-Claude Juncker und seine Mannschaft waren am heutigen Freitag zum traditionellen Arbeitstreffen zu Beginn der Ratspräsidentschaft mit den österreichischen Regierungsmitgliedern zusammengetroffen. Jean-Claude Juncker und Bundeskanzler Sebastian Kurz betonten nach der Zusammenkunft im Austria Center Vienna ihren europapolitischen Gleichklang, etwa, was den Schutz der Außengrenzen betrifft oder die Vollendung des digitalen Binnenmarktes.

Quelle: APA/PRK

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