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Appell von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum aktuellen Wahlkampf

02.10.2017 | Interviews und Beiträge

"Ich erwarte mir einen Stil und Umgang miteinander, der eine Zusammenarbeit nach den Wahlen am 15. Oktober ermöglicht", unterstreicht der Bundespräsident im Anschluss zu seiner Rede beim Verfassungstag

Sehr geehrte Damen und Herren!

Lassen Sie mich noch ein paar Sätze zum aktuellen Wahlkampf sagen.

Wir stehen vor großen, globalen Herausforderungen:

Die drohende Klimakatastrophe.

Die Frage der Migration.

Die Zukunft unseres gemeinsamen Europa.

Die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich.

Die Digitalisierung sowie die Zukunft unserer Wirtschaft und Arbeitswelt, die uns intensiv beschäftigen wird.

Und wie schaffen wir es, dass unsere Kinder die beste Bildung und Ausbildung erhalten.

 

Womit wir uns aber derzeit im Wahlkampf konfrontiert sehen, ist eine Unkultur des Gegeneinander.

Damit werden diese Herausforderungen sicher nicht bewältigt werden können.

Dazu kommt der Einsatz von Mitteln und Strategien, die dazu angetan sind, der politischen Kultur unseres Landes schweren Schaden anzutun.

Ich erwarte mir für die letzten beiden Wochen des Wahlkampfes eine Diskussion über die Herausforderungen, vor denen unser Land steht.

Und ich erwarte mir einen Stil und Umgang miteinander, der eine Zusammenarbeit nach den Wahlen am 15. Oktober ermöglicht.

Denn: Keine Partei wird nach heutigem Ermessen alleine eine tragfähige Mehrheit erreichen.

Daher braucht es nach der Nationalratswahl eine intakte Gesprächs- und Verhandlungsbasis zwischen den Parteien.

Und ich wiederhole, was ich schon einmal in diesem Wahlkampf gesagt habe:

Eine Politikerin, ein Politiker muss die Welt durch die Augen der nächsten Generationen sehen können.

Durch die Augen der Kinder.

Durch die Augen der Enkel.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

 

 

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