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Alexander Van der Bellen wurde von Petro Poroschenko zum offiziellen Besuch in Kiew empfangen

14.03.2018 | Presseaussendungen

Bundespräsident Van der Bellen die engen Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine hervor - nicht nur politisch, aber auch wirtschaftlich und im wissenschaftlichen Bereich

Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist am heutigen Mittwoch in Kiew mit seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko zusammengetroffen. Alexander Van der Bellen wurde von Petro Poroschenko beim Präsidentenpalast mit militärischen Ehren empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte der Konflikt um die Ostukraine und der Streit um die Entsendung einer Blauhelm-Mission stehen.

Die ukrainische Seite erhofft sich zudem klare Aussagen in der Frage der Krim, nachdem Spitzenvertreter der neuen österreichischen Regierungspartei FPÖ Verständnis für die Annexion durch Russland geäußert hatten. Bundespräsident Van der Bellen und Staatspräsident Poroschenko wollten nach ihrem Gespräch gegen 13.00 Uhr vor die Presse treten und danach auch an einem Wirtschaftsforum teilnehmen. Außerdem ist ein Treffen mit Ministerpräsident Wolodymyr Grojsman geplant.

Alexander Van der Bellen wird auf der dreitägigen Ukraine-Reise von seiner Ehefrau Doris Schmidauer und Außenministerin Karin Kneissl begleitet, die in Kiew von ihrem ukrainischen Amtskollegen Pawlo Klimkin empfangen wird. Außerdem will Kneissl ein bilaterales Bildungs- und Kulturabkommen unterzeichnen. Im Beisein beider Staatsoberhäupter wird zudem der österreichische Umweltaktivist Christoph Otto für sein langjähriges Engagement zugunsten von Tschernobyl-Kindern mit dem ukrainischen Iwan-Mazepa-Orden geehrt.

Der Bundespräsident strich am Vorabend des Treffens mit Poroschenko die engen Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine hervor, nicht nur politisch, aber auch wirtschaftlich und im wissenschaftlichen Bereich. Österreich zähle zu den größten Auslandsinvestoren in der Ukraine und sei auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Österreichische Firmen beschäftigen rund 30.000 Personen in der Ukraine", betonte er. Außerdem sei Österreich einer der ersten Staaten gewesen, der die Ukraine nach der Unabhängigkeit im Jahr 1991 anerkannt habe.

Beeindruckt zeigte sich Van der Bellen auch von einer Führung durch die Kiewer Stadtführung. "Der Maidan ist mir jetzt nicht nur historisch ein Begriff, sondern auch physisch", sagte Alexander Van der Bellen. Am Mittwoch in der Früh erwies er zunächst den Opfern der wechselvollen ukrainischen Geschichte die Ehre, indem er einen Kranz am Denkmal des unbekannten Soldaten niederlegte, Getreideähren am Mahnmal für die Millionen Opfer der Hungerkrise Anfang der 1930er Jahre sowie Blumen beim Gedenkkreuz für die 100 Opfer des Maidan im Jahr 2014.

APA/PRK
 

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