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Alexander Van der Bellen und Petro Poroschenko fordern die Umsetzung des Minsk-Abkommens

08.02.2018 | Presseaussendungen

Österreich sei eines der ersten Länder gewesen, das die Ukraine anerkannt hätte, betonte der Bundespräsident - "Seither haben sich die bilateralen Beziehungen sowohl ökonomisch, politisch als auch kulturell sehr gut entwickelt"

Bundespräsident Alexander Alexander Van der Bellen hat am Donnerstag den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Beide betonten die guten bilateralen Beziehungen und stimmten überein, dass das Minsker Abkommen vollständig umgesetzt werden müsse. Im März wird Alexander Van der Bellen auf Einladung Poroschenkos die Ukraine besuchen.

Österreich sei eines der ersten Länder gewesen, das die Ukraine anerkannt hätte, betonte Bundespräsident Van der Bellen, im Anschluss an das Gespräch. "Seither haben sich die bilateralen Beziehungen sowohl ökonomisch, politisch als auch kulturell sehr gut entwickelt. So sei Österreich der sechstgrößte Investor in der Ukraine und österreichische Firmen würden über 30.000 Personen in der Ukraine beschäftigen, sagte Alexander Van der Bellen. "Trotzdem gibt es viel Potenzial zur Verbesserung der Zusammenarbeit".

Petro Poroschenko betonte, er sei "Österreich sehr dankbar für die Unterstützung der EU-Sanktionen gegen Russland bis zur vollständigen Implementierung des Minsker Abkommens". Er sei Österreich auch sehr dankbar für die medizinische Versorgung verwundeter Kämpfer, so Staatspräsident Poroschenko. Alexander Van der Bellen versicherte, dass Österreich keine Initiativen zur Abschaffung der Russland-Sanktionen setzen werde, solange sich die Situation in der Ostukraine und auf der Krim nicht ändere. Dies seien "notwendige Maßnahmen", auch wenn Österreich wirtschaftlich davon durchaus betroffen sei.

Das Österreich die Ukraine künftig als sicheres Herkunftsland betrachte, unterstütze er vollkommen, sagte Petro Poroschenko. "Auch während den Zeiten der russischen Aggression ist es uns gelungen 1,6 Millionen Binnenflüchtlinge zu versorgen", betonte er. 

APA/PRK

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