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Michael Hainisch (1858-1940)

Bundespräsident von 1920 bis 1928

Der Jurist und Privatgelehrte Michael Hainisch, geb. in Schottwien/Niederösterreich, lebte und arbeitete nach mehreren Jahren im Staatsdienst als Volksbildner und Autor wissenschaftlicher und politischer Arbeiten in Wien. Liberal und großdeutsch gesinnt – aber parteilos – wurde er 1920 von der Bundesversammlung zum ersten Bundespräsidenten der Republik Österreich gewählt. Durch seine korrekte und sparsame Amtsführung verschaffte er sich in den schwierigen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in allen politischen Lagern Anerkennung. Nach zwei Amtsperioden als Bundespräsident trat Hainisch 1929 als Handelsminister in das Kabinett Schober III ein; er sprach sich 1938 für den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland aus.