Verabschiedung von Noah´s Train von Wien nach Berlin

Bunter Klimabotschafter auf Schienen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterstützt die Initiative des europäischen Güterverkehrs zur Verlagerung des Transports auf die Schiene.

"Noah's Train" nennt sich ein Güterzug, der quer durch Europa fährt und die Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene vorantreiben soll. Am Wiener Westbahnhof haben Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Verkehrsminister Norbert Hofer die europäische Klimaschutz-Initiative von "Rail Freight Forward", einem Zusammenschluss europäischer Güterbahnen, unterstützt.

Der Zug soll - in Anlehnung an Noahs Arche - als "Klimabotschafter" die Bedeutung des Bahn-Güterverkehrs zur Vermeidung von Treibhausgasen und damit als wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel symbolisieren. Vom Ausgangspunkt Katowice, wo im Dezember des Vorjahres die Weltklimakonferenz stattfand, kam der Container-Zug jetzt zur ersten Station nach Wien, weiter geht's dann nach Berlin, Paris und Brüssel. In Wien wurden zwei der ursprünglich knallgrünen Container vom Graffitikünstler Paul Hoffman von der Agentur Concrete farbenfroh gestaltet, dem Motto entsprechend mit Tiermotiven wie einem Orca-Wal, Flamingos und einem Chamäleon.
 

Bundespräsident Van der Bellen hob die Bedeutung des Klimaschutzes hervor, obwohl das Wort irreführend sei: "Es geht nicht darum, das Klima zu schützen, sondern uns vor dem Klimawandel zu schützen", sagte er. Zur Klimakonferenz in Katowice sei er selber mit dem Zug angereist - was er nur weiterempfehlen könne, es dauere etwa so lange wie nach Innsbruck, machte das Staatsoberhaupt gleich Werbung fürs Bahnfahren. Katowice sei letztlich ein Erfolg gewesen, und die Initiative der Güterbahnen für die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene begrüße er ausdrücklich.

Verabschiedung von Noah´s Train

Fotos: Peter Lechner/HBF