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"Wir werden Bundesministerin Sabine Oberhauser sehr vermissen"

24.02.2017 | Presseaussendungen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen betraut Sozialminister Alois Stöger interimistisch mit den Gesundheitsagenden. Die Nachfolge soll erst nach einer Trauerphase diskutiert werden

Wien - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Freitag Sozialminister Alois Stöger interimistisch mit den Agenden der verstorbenen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (beide SPÖ) betraut. In einer Stellungnahme nach dem Akt in der Hofburg sagte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), dass man erst nach einer mehrtägigen Trauerphase die Nachfolge Oberhausers parteiintern besprechen werde.

Offiziell wurde Bundesminister Alois Stöger, der bereits seit gut einer Woche das Ressort mitbetreut, in Anwesenheit von Bundeskanzler Christian Kern mit Handschlag und Unterschrift "mit der Fortführung der Verwaltung des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen" betraut. Nach einer kurzen Besprechung traten der Bundespräsident und der Bundeskanzler noch einmal vor die Öffentlichkeit, um ihre Trauer auszudrücken: "Das sind immer Tage, die nicht leicht sind", merkte ein nachdenklicher Bundespräsident an.

"Wir werden Ministerin Oberhauser sehr vermissen und uns sagen, das Leben geht weiter", meinte Alexander Van der Bellen weiter - "aber an solchen Momenten ist man schon erinnert, wie endlich das Leben ist von uns allen". Auch Christian Kern zeigte sich abermals betroffen. Das Mitgefühl gehöre nun der Familie Oberhausers, die ein Mensch gewesen sei, "die überall, wo sie aufgetreten ist, Freunde gemacht hat".

Von Nachfolgediskussionen wollte der Kern erst einmal nichts wissen. "Die nächsten Tage gehören der Trauer", betonte der Kanzler. Erst danach würden die Parteigremien einberufen, um danach eine Entscheidung über die fixe Nachfolge Oberhausers im Frauen- und Gesundheitsministeriums zu fällen. Kern: "Jede Form der Spekulation ist sinnlos."

(Schluss) cts/mk
Quelle: APA/PRK 

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