Wien - Mit einer sehr herzlichen Rede hat Bundespräsident Heinz Fischer am Montag in der Wiener Hofburg das österreichische Team zu den Olympischen Spielen in London verabschiedet. "Ich will Sie anspornen und auch für die Zeit nach Olympia ermutigen. Wie immer es ausfällt, Sie haben sich angestrengt, sie haben unsere Sympathien und wir haben die Daumen gedrückt. Gehen Sie mit dem Ergebnis vernünftig und selbstbewusst um", sagte das Staatsoberhaupt zu Tennisspielerin Tamira Paszek, Judoka Ludwig Paischer, Segler Andreas Geritzer und allen anderen, die hoffnungsfroh der Ansprache lauschten. Für die Bundesheersportler, 39 Athleten und Athletinnen des 70-köpfigen rot-weiß-roten Teams, ging es Montagfrüh zuerst in die Rossauer Kaserne, wo sie von Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos verabschiedet wurden. Anschließend führte der Weg in die Hofburg. ÖOC-Präsident Karl Stoss ergriff einleitend das Wort, nannte es eine Ehre, vom Bundespräsidenten empfangen zu werden. Auch den olympischen Eid sprach er und schloss ihn mit den Worten "... und zur Ehre von Österreich." Heinz Fischer sagte in seiner Rede, dass er gerne in die Köpfe der Sportler und Sportlerinnen schauen würde. "Sie denken wahrscheinlich, dass sie es von hundert Tausenden geschafft haben, zu jenen 70 zu gehören, die einheitlich gekleidet die Republik vertreten werden. Sie denken vielleicht, dass sie nun an dem Wettbewerb teilnehmen werden, für den sie so intensiv gearbeitet haben", mutmaßte Fischer, der sich auch vorstellte, dass der eine oder andere über Chancen nachdenkt oder sich vornimmt, Fehler nicht mehr zu machen. Der Bundespräsident gab aber auch zu bedenken, das es ein Leben nach den Olympischen Spielen gibt. "Bei einem großen sportlichen Erfolg werden sie stolz auf sich sein. Wenn es nicht so funktioniert, bricht die Welt auch nicht zusammen. Sie werden trotzdem ihren Kindern und Enkelkindern erzählen, dass sie 2012 bei Olympia waren und die rot-weiß-roten Fahnen vertreten haben." Er wünsche allen alles Gute, dass jeder verletzungsfrei, bereichert und zufrieden zurückkommen möge. Minister Darabos glaubt fest an Medaillengewinne. Er sieht die Sportler bestens vorbereitet und wünschte mit dem Bergwerksgruß "Glück auf!". "Sehr weise Worte", sagte Paszek über die Rede des Bundespräsidenten. Die Wimbledon-Viertelfinalistin reiste noch am Montag zum Training nach Halle. "Sehr herzlich", bezeichnete Judokämpferin Sabrina Filzmoser die Worte, die Fischer ihnen allen mit auf den Weg gab. Das 470er-Duo Lara Vadlau und Eva Maria Schimak hat die Koffer schon gepackt, die beiden flogen noch am Montag nach London und werden am Abend als erste österreichische Athleten ins Olympische Dorf in Weymouth einziehen, das den Seglern Unterkunft bietet. beg/tb |
Quelle: APA |
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