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Kunsthaus Bregenz: vertieft in die Kunstwerke von Gabriel Orozco

18.07.2013 | Neue Bilder

Heinz Fischer in der Ausstellung "Natural Motion" des in Mexiko geborenen Künstlers, der auch immer wieder gerundete Steine ins Zentrum seiner Arbeit stellt. Für ihn sind sie eine Variante des Kreises als Anbeginn aller Dinge

Gabriel Orozco arbeitet mit Steinen, die eine lange Geschichte in sich

bergen. Es sind Flusssteine, die von der Küste des Bundesstaates

Guerrero in Mexiko stammen. Die gerundeten Steine sind eine Variante

jenes Themas, das den Künstler immer wieder beschäftigt — der

Kreis als Anbeginn aller Dinge und seine Abwandlungen: die Kugel,

der Ball, die Scheibe, das Rad, der Planet, der Orbit. Alle diese Körper

sprechen von Mobilität, von Zyklen, von Spiel, von Fülle, von Rotation.

Während die natürliche Form und Schönheit fortbestehen, erlauben

eingemeißelte geometrische Muster den taktilen und visuellen Vergleich

mit den inhärenten Strukturen des Steins und seiner Geschichte

der naturbedingten Bewegung: die raue, natürlich erodierte Außenkruste

und die aus dem Inneren hervorgetretenen Oberflächen, von

Hand gemeißelt und poliert. Doch was im Wegnehmen die ursprüngliche

Materie verringert, ist eben das, was die Bedeutung des Werks

erschafft (der Stein ist nicht mehr Stein, sondern Skulptur geworden).

Quelle: Kunsthaus Bregenz

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