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Grußwort von Bundespräsident Heinz Fischer anlässlich des Festaktes „10 Jahre Mariazeller Advent“, 29.11.2009

28.11.2009 | Reden

„10 Jahre Mariazeller Advent“: In seiner Grußbotschaft beim Festakt betont Heinz Fischer die große Wertschätzung für den Ort und die Basilika

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann-Stellvertreter!
Sehr geehrte Herren Bürgermeister!
Lieber Pater Karl Schauer!
Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Gerne habe ich die heutige Einladung zur Eröffnung des 10. Mariazeller Adventmarktes angenommen und das nicht nur, weil alle Bundespräsidenten der 2. Republik auf Grund der Nähe von Mürzsteg immer auch gerne nach Mariazell kamen, sondern weil dies hier ein besonderer Ort unseres Landes ist.

So möchte ich zunächst Pater Karl Schauer und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die immer wieder erwiesene Gastfreundschaft danken, wenn meine Frau und ich mit ausländischen Gästen, wie zuletzt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, Bundespräsident Horst Köhler, Staatspräsident Vaclav Klaus oder anderen Persönlichkeiten nach Mariazell gekommen sind, um hier die Schönheiten dieser besonderen Basilika, die einmaligen Landschaft und natürlich auch die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Bevölkerung genießen zu können. 

Jeder Gast ist mit vielen Eindrücken von hier nach Hause gefahren und hat sicherlich mit großer Wertschätzung über Mariazell berichtet.

Erwähnt sei an dieser Stelle natürlich auch der historische Besuch von Papst Benedikt XVI. im September 2007, der den Abschluss der Renovierungsarbeiten der Basilika krönte.

Mit diesem Besuch hat Mariazell auch international große Aufmerksamkeit erlangt, und ich erinnere mich noch sehr gut an dieses beeindruckende Ereignis.

Wir haben vor wenigen Tagen des Falls des Eisernen Vorhanges gedacht. Mariazell war für viele Menschen in den Jahren davor, in der Zeit des Kalten Krieges, immer auch ein Ort der Hoffnung und Zuversicht. Unzählige Pilger sind zu dieser 850 Jahre alten Stätte gekommen, um für ihre Länder und für eine friedliche Zukunft zu beten. Das Grab des legendären ungarischen Kardinals Mindszenty – der mittlerweile in seiner ungarischen Heimat beigesetzt werden konnte – war ein starkes Symbol für die Menschen hinter dem Eisernen Vorhang. Ein Symbol der Hoffnung und Zuversicht.


Sehr geehrte Damen und Herrn!

Und hier bin ich auch bei jenem Punkt, der uns heute zusammenführt. Der Mariazeller Advent, der seit nunmehr 10 Jahren vom Mariazeller Tourismusverband organisiert wird, stimmt uns ein auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Hier, weitab von den großen Städten, ist dies sicherlich mit viel Besinnlichkeit und ein bisschen weniger Hektik möglich.

Das Mariazellerland ist aber nicht nur bekannt und berühmt für seine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit. Es ist das ganze Jahr über ein Anziehungspunkt der besonderen Art:

Als begeisterter Bergsteiger weiß ich natürlich um die Schönheit dieser Bergwelt. Sei es auf der Hohen Veitsch, der Gemeindealpe oder anderen Gipfeln. Dort oben sieht man viele Dinge klarer und mit einer guten Distanz. Das ist gerade für uns politische Funktionsträger auch immer wieder wichtig und notwendig und ich komme immer wieder gerne hierher.

So danke ich Ihnen auch namens meiner Frau nochmals herzlich für Ihre freundliche Einladung und erkläre den 10. Mariazeller Advent offiziell für eröffnet.