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Einigkeit bei der Internationalen Caritas-Hunger-Konferenz in Wien

01.06.2012 | Presseaussendungen

"Schmerzlich und unerfreulich": Bundespräsident Heinz Fischer und Kardinal Christoph Schönborn appellierten gemeinsam an die Bundesregierung, die geplanten Kürzungen bei der Internationalen Entwicklungshilfe nicht umzusetzen

Wien - Gegen die geplanten Kürzungen der Bundesregierung bei der internationalen Entwicklungshilfe hat sich am Freitag eine ungewöhnliche "Koalition" gebildet. Im Rahmen der Caritas-Hunger-Konferenz in Wien appellierten sowohl Kardinal Christoph Schönborn als auch Bundespräsident Heinz Fischer, das Vorhaben nicht durchzuführen. Für ihr gemeinsames Auftreten ernteten die beiden tosenden Applaus.

"Hunger ist für uns ein allzu fernes Leid", sagte Kardinal Schönborn in seiner Rede vor mehreren hundert Zuhörern in der Akademie der Wissenschaften. "Ich bitte, die geplanten Kürzungen nicht durchzuführen." Heinz Fischer erinnerte daran, dass auch die Österreicher nach dem Zweiten Weltkrieg hungern mussten und auf Hilfe von außerhalb angewiesen waren. "Das allein sollte schon Grund genug sein, um jetzt nicht wegzuschauen."

Der Bundespräsident verwies in diesem Zusammenhang auf die "internationalen Verpflichtungen" Österreichs punkto Entwicklungshilfe. "Die Kürzungen sind außerordentlich schmerzlich und unerfreulich." Er schloss sich der Forderung Schönborns spontan an und bezeichnete diese "Koalition" als "nicht die schlechteste Form der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat".

trö/af

Quelle: APA

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