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Bericht der "Klasnic-Kommission" an den Bundespräsidenten

19.06.2012 | Presseaussendungen

Die zur Aufarbeitung kirchlicher Mißbrauchsfälle eingesetzte "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" überreicht ihren Zwischenbericht. Heinz Fischer dazu: "Umfangreiche, sehr positive Arbeit"

Wien - Die zur Aufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle eingesetzte "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" hat am Dienstag ihren Zwischenbericht an Bundespräsident Heinz Fischer übergeben. Dabei wiederholte deren Vorsitzende, Waltraud Klasnic, ihren Wunsch nach Einrichtung einer bundesweiten Präventionsplattform. Vonseiten der Kommission sprach man gegenüber der Austria Presseagentur von einem "sehr positiven Gespräch".

Insgesamt acht Mio. Euro finanzielle Hilfe habe die Kommission seit ihrer Einrichtung vor mehr als zwei Jahren zuerkannt, 613 Fälle seien positiv entschieden worden, geht aus dem Zwischenbericht hervor.

Bundespräsident Heinz Fischer wurde über die neuen Einrichtungen, etwa in den Bundesländern informiert. Herwig Hösele, Sprecher der Klasnic-Kommission, sagte, Heinz Fischer habe sich bereits sehr informiert gezeigt und sei allgemein dem Thema gegenüber "sehr aufgeschlossen" gewesen.

Der Bundespräsident dankte der Klasnic-Kommission für deren "umfangreiche und sehr positiv zu bewertende Arbeit" und begrüßte die Anregung zur Einrichtung einer interministeriellen Präventionsstelle.

Auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer sei der Zwischenbericht bereits übergeben worden, so Hösele. Im März kommenden Jahres soll es zum Thema Missbrauch eine parlamentarische Enquete geben. cts/vef

Quelle: APA/PrK

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