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Karl Seitz (1869-1950)



Bundespräsident von 1918 bis 1920

In Wien geboren, entschied sich Seitz frühzeitig für die Lehrerlaufbahn und engagierte sich in der sozialdemokratischen Bewegung als Bildungspolitiker. Er gehörte seit 1901 dem Reichsrat, später dem niederösterreichischen Landtag an. 1918 wurde er Obmann der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und einer der drei Präsidenten der Provisorischen Nationalversammlung. 1919 übernahm er als Erster Präsident der Konstituierenden Nationalversammlung die Funktion des Staatsoberhauptes, die er zwei Jahre lang ausübte. 1923 Wiener Bürgermeister, wurde er 1934 abgesetzt und inhaftiert. 1944 von den NS-Machthabern neuerlich verhaftet, war er nach 1945 Nationalratsabgeordneter und bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender der SPÖ.